Das Palästina Portal

Täglich neu - Nachrichten, Texte aus dem besetzen Palästina die in den deutschen Medien fehlen.

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Uri Avnery

Nach oben
Zum Tode von U. Avnery - Adam Keller
Zum Tode von Uri Avnery
Wer – zum Kuckuck – sind wir?
Adolf und Amin
Der Marsch der Toren
„Nicht genug!“
Eine sehr intelligente Person
Prinzen besuchen Israel
Zwei Seelen
Die Siamesischen Zwillinge
Hat man SIE einer Gehirnwäsche unterzogen?
Stark wie der Tod
Glück eines Spielers
Tag der Schande
Wer ist wessen Vasall?
Diese Frau
Der wahre Sieger
Der große Tag
Blind in Gaza
Ein Lied wird geboren
Der Fake-Enemy
Weil da nichts ist...
Geh in Frieden!
Hab Mitleid mit dem Mandelbaum
Wer – zum Kuckuck  bin ich?
Nicht Genug!
Das hüpfende Parlament
Möge dein Haus zerstört werden!
Bibis Sohn
Warum ich wütend bin.
Der Mann , der sprang
Schrei, geliebtes Land!
Die Kinder der Steine
Von Barak bis Trump
König und Kaiser
Eine Geschichte der Idiotie
Zwei Treffen
Wer fürchtet sich vor der iranischen Bombe?
Saure Gurken
Ein neuer Start
Das schreckliche Problem
Die Trennung ist wunderbar
Die Erzählung von zwei Geschichten
An der Verzweiflung verzweifeln
Ein Bekenntnis
Die Kreuzfahrer und die Zionisten
Kaya, der Hund
Das Ei des Kolumbus
„Jeder, nur nicht Bibi“
Der Marsch der Torheit
Blind in Gaza
Das Vier-Buchstaben-Wort - Schalom
„Wer bekennt und  lässt“
Grüße an Diana Buttu
Die Visitation
Parlamentarisches Gesindel
Das seltsame nationale Heim
Eins, zwei -  freut euch!
Der israelische Macron
Palästinas Nelson Mandela
Um Cui Bono?
Das Nessos-Gewand
Die Universität des Terrors
Das nationale Rätsel
Die moralischste Armee
Die realistische Wahl
Napoleons Kanonen
Der große Riss
Wann hat es begonnen?
So ist es geschehen
Respekt vor der Grünen Linie
Dort sein
Eingeständnis eines  Größenwahnsinnigen
Ja, wir können
Denk an Naboth
Der Ruf der Nation
Der Ruf des Muezzin
Oh mein Gott, Trump!
Das kleinere / geringere Übel
Die israelische  Trumpess
Der Beerdigungsrabatz
Der Triumph des Sisyphus
Abu-Mazens Bilanz
Die Sage von Sisyphos
Der Bürgerkrieg
Glücklicher Bibi
Olympische Juden
Die Zukunft gehört den Optimisten
Der im ganzen Land gehörte Schuss
DER ORANGENE MANN
Der große Graben
Grenzenloser Hass
Was zum Teufel
Das zweite Kommen
Geringfügige Korruption
Der Tag der Rhinos
Was  ist mit Netanjahu los?
Das Zentrum hält nicht
Ein Dokument mit einer Mission
Diese komischen Antisemiten
„Wir“ und „sie“
Der andere Gandhi
Das Viereck abrunden
Der Fall des Soldaten A.
Unter den Linden
Was geschieht mit den Juden?
Die große BDS-Debatte
Kopfbedeckung
Wenn Gott verzweifelt
Eine Dame mit einem Lächeln
Der Rattenfänger von Zion
Die Kluft, die immer weiter wird
Die Angst vor der Assimilation
Extrem, extremer, am Extremsten
Der Bestechungsfall
Vorgestellte Nationen
Der einsame Anwalt
Gedanken am Strand
Der Reigen  der Absurdiotie
Die Katzen von Ariel
Adolf, Amin und Bibi
Weine, geliebtes Land!
Der Führer ohne Ruhm
Nasser und ich
Das Ministerium der Angst
Das Gesicht eines Jungen
Die drei Geschmolzenen
Der Zauberlehrling
Jüdische Terroristen
Sheldons Handlanger
Der Vertrag
Kriegsverbrechen? Wir ???
Isratin oder  Palestrael?
BDS – der neue Feind
Die wirkliche Nakba
Die Karte an der Wand
Wer wird Israel erretten?
Der Krieg der Toren
Ein Albtraum bei Tag und bei Nacht
Ein Junge namens Bibi
Katzen im Sack.
„Es gibt noch Richter..“
Nationale Einheit
Furcht vor der bösen-Bombe?
Die israelische Rettungsfront
Der Messias ist nicht gekommen
Wen soll man wählen?
Die Rede
Eine teure Rede
Anti-Was?
Die Casino-Republik
Over bottled
Alle sind Zionisten
Galants  „galanter“ Akt
In der ersten Reihe winkend
Die Hälfte von Schas
Der Felsen unserer Existenz
Meine ruhmreichen Brüder
Brillante Isolation
Kann der Herzog König werden?
Das  Plebiszit – die Volksabstimmung
Der Sohn meiner Augen
Die unheilige Stadt
Wein, Blut und Benzin
Kommt ISIS?
Chickenshit
Mohammed, wo bist du?
Anständiger Respekt
Zwei Reden
Ach, wenn ich 25 wäre !
Schottland am Euphrat
Hannibal ad Portas
Gott will es!
Der Krieg für nichts
Sohn des Todes
Ohne Augen in Gaza
Ein für alle Mal !
Wer gewinnt?
Die Gräueltat
 Die Wacht am Jordan
Ein bewaffnetes Ghetto
Sisyphus erlöst
Ein Staatsstreich ? Unsinn!
Gut für die Juden?
Patagonische Träume
In ihrem eigenen Saft schmoren
Lieber Salman
Ein Nationalheld
Ein schändliches Kapitel
Wörter, Wörter, Wörter
Ein Oslo-Verbrecher
Das Monster auf dem Hügel
Flaggenveränderung
Hundert Jahre später
Eine Gegen – Koalition
Gott segne Putin
Ihre Mütter, ihre Väter
Kapitän Boykott reitet wieder
Drei  Frauen
Noch ein  Hirngespinst
Komm zurück, komm zurück, oh Shulamit !
Nichts Neues unter der Sonne
Sharon - Der Imperator
Bibi & Libie
Neutral   - zu wessen Gunsten?
Mandela: der Film
Das Engelgesicht
Selbstboykott
Der unheilige Fluss
Das Debakel
Rede - Ohne Furcht, Ohne Bevorzugung
Laureate’s speech
Der Mord an Arafat
Die Judaisierung  Israels
90. Geburtstages -  Diskussionsrunde
Sehen wir uns die Apartheid  an
Die Herabsteigenden
Der Spielverderber
Gestohlene Kriege
Ein guter Krieg
Frieden zwischen Israel + Palästina
Armer Obama
Eine Föderation – Warum nicht?
Weine, geliebtes Land
Ein Guiness-Rekord
Ein Bürgerkrieg?
Der Truthahn unter dem Tisch
Danke Europa
Das große Dilemma
Der menschliche Frühling
Kerry und Chutzpa
Triumph und Tragödie
Schmetterlinge in Damaskus
Wessen Staat?
Die falsche Fackel
Der Esel des Messias
„Eine jüdische Seele“
Nein, wir können nicht!
Die Russen kamen
„Rund um uns wütet der Sturm…“
„Rund um uns wütet der Sturm…“
Geht in den Schuhen der anderen
Ideokratie
Die Rede, die nicht gehalten wurde
Den Siegern die Beute
„Ich bin ein Bil’iner!
Die Dritte Intifada
Frieden und Wassermelonen
Die Suabis
Wehe dem Sieger!
Ein Schritt zur Mitte hin
Wen wählen?
Willkommen, Chuck!
Eine  Person, die man Niemand nennt
Das Meer und der Fluss
Kalte Rache
Der Starke und das Süße
Noch ein überflüssiger Krieg
Adieu, lieber Krieg !
Das System
Dürre in Texas
Der Mann mit der Uzi
Über Bomben und Comics
Die große Unterlassung
Die Botschaft von Romneyahu
Protest in Ramallah.
Der Marsch der Torheit
Meister des Unfugs
Der ewige Quell
Wahnsinnig oder verrückt ?
Blutiger Frühling
Die größte Schau auf Erden
Zionismus reden
Divide et Impera
Zwei Gesichter
Vergiftung Arafats
Daphni ist wieder da
Unsere muslimischen Brüder
Der Krieg der Lügen
Israelischer Senf
Aus der Vogelperspektive
Der neue Protest
Operette in fünf Akten
Ein Putsch gegen den Krieg
Bekenntnis eines Optimisten
„Gieße aus Deinen Zorn!“
Der neue Mandela
Im Süden nichts Neues
Israel wird nicht angreifen
Adnans Sieg
Du sollst nicht töten
Der widerwillige Prophet
Sturm über Hebron
Die Blockbrecher
Leuchtende Fackel
Der gestohlene Krieg
Der Herzog von Nablus
Danke, Israel!
„Mit Freunden wie diesen …“
Die Panikmacher
„Haltet mich zurück!“
Des Königs Rede
Ein Blick aus der Villa
Wir, die Verräter
„Viel Feind, viel Ehr“
Der zweite Herzl
Meuterei auf der Titanic
Abu Mazens Glücksspiel
Traurig und glücklich
Daphne und Itzik
Kriegshunde
Zu den Küsten von Tripolis
Rückkehr der Generäle
Dichters Gesetz
Der neue Anti-Semitismus
Attacke der New York Times
Boykott-Gesetz - Die Diktatur der Siedler
Es kann hier geschehen.
Eingeflößtes Gedächtnis
RACHEL
Die jüdischen Ayatollas
Leugnen, Leugnen
Ein rothaariger junger Mann
Der Gummimann
Bibi und die Jojos
„Freue dich nicht….“
Ein Wort
Tachrir-Platz, Tel Aviv
Israel muss die Hamas-Regierung anerkennen
Der Siedlerstaat
Das Gold und der Stein
Napoleons  Diktum
Die Zwerge
Wer annektiert wen?
Die falsche Seite
Der Geist ist aus der Flasche
Der irre Prophet
Tsunami in Ägypten
Eine Villa im Dschungel
Der Al-Jazeera –Skandal
Die Welt ist kein Golem
Die Krone und die Kohlen
Interim – für immer
Hi , Joe!
„Die Dunkelheit vertreiben“
Das Narrenschiff 2
Eine Generalüberholung
„Der Islam ist die Lösung“
Die Ur-Sünde
Wer lacht ?
Vox Taxi – Vox Dei
Brot und Spiele
Weimar in Jerusalem
Der Edelmann und das Pferd
Der Staat des Bla-Bla-Bla
Schadensbegrenzung
Wenn du nein sagst - Oder: Giftpilze
Rot und grün
Satan und die Details
Hochmut kommt vor dem Fall
Zwei Finger
Der Sohn seines Vaters
Harakiri
Die Weisen von Anti-Zion
Im Osten nichts Neues
Rosemaries Baby
Wer hat Angst vor einer wahren Untersuchung?
Ein parlamentarischer Mob
Zwei Sitzstreiks
Schalit, zum Beispiel
Ein Besenstiel kann schießen
„Töte  einen Türken, und dann ruh dich aus !“
Ein schwarzes Loch
Eine Fantasie
Ein Geburtstagsgeschenk
Im Namen des Zionismus
Eine Wolke über Jerusalem
Der Gang nach Canossa
„Haltet mich zurück!“
Das große Wagnis
Es ist eine Sache des „timing“
Die Waffe des Jüngsten Tages
Weiße Lüge
Das Grab  der Hure
Das  unanständige Wort
Eine Stinkbombe
Dubioses in Dubai
Das Känguruh
Der Liebarak
Der stille Amerikaner
„Töte einen anderen Türken …“
„Gegossenes Blei“ Nr. zwei
Die eiserne Mauer
Obama? Oh weh !
Suche den Unterschied
Der Gipfel von Kitsch
„ …ein kleiner Knabe soll sie treiben“
Eine Konföderation? Warum nicht?
Schurke mit Genehmigung
Eine Linie im Sand
Ohne mich!
„Wo sind Freundschaften geblieben …“
Der schlüpfrige Abhang - Richard Goldstone
Das andere Israel
Eine Geschichte des Verrats
Das Drama und die Farce
Der  UN-Bericht zum Gazakrieg
Wackelige Stühle
Der Boykott – noch einmal
Tutus Gebet
Die Bogie-Schreckensschau
Wessen Akko ?
Der Liebhaber des Landes
Eine Jereminade
Ja, du kannst!
Die Johnny-Prozedur
Eine Herzensangelegenheit
Bananen
Zwischen Tel Aviv und Teheran
"Wenn er ja sagt, was meint er dann?"
Obama wird nicht zurückzwinkern
Rassisten für Demokratie
Sanfte Stimme – dicker Knüppel
Streit auf der Titanik
Sir Winston Peres
Des Kaisers alte Kleider
Können zwei zusammengehen?
Ein kleines rotes Licht
„Ruhe erfüllte den Müden…“
Wer ist der Boss?
Biberman& Co
Ein juristisches Dokument
Vergewaltigung in Washington
Erinnerst du dich an Ophira?
10 Methoden, Fatah umzubringen
Das große Wettspiel
Frau Tantalus
Schmutzige Socken
Die schwarze  Fahne
Auf der falschen Seite
Uri Avnery,  Rede am 3.1.2009
Wie viele Divisionen?
„Geschmolzenes Blei“
85. Geburtstag
Entdecke den Unterschied!
Zipis Nationalstaat
Denkschrift für Obama
Barak Ovadya, Kandidat
„Mit weit geschlossenen Augen“
Ein unvergesslicher Augenblick
Ja, Du kannst es!
Unser Obama
König des Planeten
Brennt Akko?
Ein Märchen
Schlussbilanz
Es kann hier geschehen?
Flieg, Zipora, flieg!
Zipis Wahl
Der einsame Reiter
Hottentotten-Moral
Des Teufels Pferdefuß
Ein Ritter auf grauem Pferd
Die hohle Zeit
Zorn, Sehnsucht und Hoffnung
„Vergesse ich dich, UmmTuba…“
Verschiedene Planeten
Warum nicht?
Satans Ratschlag
Olé, olé, olé, olé !
Für wen ist das gut?
Eine Entschuldigung
Nein, ich kann nicht!
Esel anderen  Esel schimpft
Die Flucht nach vorne
Mit Freunden wie diese …
1948
„…. Nämlich den Staat Israel“
Die militärische Option
Der Löwe und die Gazelle
„Manifest  Destiny“
„Nicht du! Du!!!“
„Tod den Arabern!“
Die beiden Amerikas
„Ich kam, ich sah, ich zerstörte“
„Töte hundert  Türken"
Guten Morgen, Hamas
Ein dreifaches Hoch auf Kosova!
Blut und Champagner
Ein Ende, das vorauszusehen ist
Schlimmer als ein Verbrechen
Sieh´ mal, wer da spricht
Esaus Hände
Der Fall „Weißer Vogel“
Das Beilin-Syndrom
Mit den Philistern sterben
Hilfe, ein Waffenstillstand!
Wie sie uns die Bombe gestohlen haben
„Der Tumult und das Schreien verebbt...“
Ein Omelette in ein Ei zurückverwandeln
Wie soll man da herauskommen?
Die letzte Zuflucht
Sag es  mit Blumen
Zwölf Jahre später
Die Mutter aller Vorwände
Zwei Ritter und ein Drachen
Und was nun mit dem Iran?
Schaum auf dem Wasser
Der palästinensische Mandela
Bil’in! Bil’in!
Das gebrochene Rohr
Die Sprache der Gewalt
Miss C.
Oslo – noch einmal besucht
Weiße Elefanten
Eine Warnung an Tony Blair
Zweite Libanonkrieg - Ein dummer Krieg
Eine israelische Liebesgeschichte
Das schmutzige Wort
Präsidenten Abbas retten
1967 – ein persönliches Zeugnis
Krokodilstränen
Vierzig schlimme Jahre
Über Generäle und Admirale
Ein Schweizer Käse
Von Tripoli bis Sderot
Ein Staat – Lösung oder Utopie
Flucht vor der Wirklichkeit
Pipeliine im Lande Chelm
Nicht verlorene Hoffnung
Das Bett von Sodom
Blut an unsern Händen
Shalom, Shin-Bet
Das Miezekätzchen
Ohne Grenzen
Olmerts Wahrheit
Das Buch Esterina
Du und ich und der nächste Krieg
Mekka entgegen
Wahnsinn mit Methode
Wenn Arafat am Leben wäre
Manara Platz, Ramallah
Todeskuss
Was lässt Sammy rennen?
Pardon, der falsche Kontinent
Ort des Verbrechens
Bakers Kuchen
Eine glitzernde Seifenblase
Grossmans Dilemma
In einem Wort: Massaker
Liebenswürdiger Liebermann?
Furcht vor iranischer Bombe
Ehud von Olmert
Das große Experiment
Mittagessen in Damaskus
Wegen eines Nagels
Mohammeds Schwert
Hilfe! Friedenstreiber!
Die Chuzpe
Links, aber ...
Als Napoleon bei Waterloo siegte
Die Bienen  und der  Löwenkadaver
Amerikas Rottweiler
Guten Morgen, Elijahu!
Vom Wahn zur Depression
Was ist mit der Armee los
Demonstration 5.8.06 in Tel Aviv
Wer ? Ich?
Kriegsjunkies
Der Dolchstoß in den Rücken
Syrien durch das Zielrohr
Am 15. Tag des Libanonkrieges
Beirut brennt
Stoppt die Scheiße"
Das eigentliche Ziel
Ein einseitiger Krieg
Agatha im Regen
Mein Gott, die WM
Die Steine schreien
Was für ein wunderbarer Plan
Ein Treffen mit der Hamas
Wer ist schuld? Natürlich die Opfer
Verpasste Gelegenheiten
Stimmen aus Gefängniss
Dreihunder Küsse
Zwei Erdbeben
Die Falle
Wer ist Hund? Wer ist Schwanz?
„Die Bäume gingen hin..“
Das grosse Zwinkern
Was zum Teufel ist geschehen?
Wen soll man wählen
Eine widerliche Affäre
Ein "Vier-Buchstaben Wort"
Das Spiel geht weiter
Eine ungewöhnliche Konferenz
 Kadimas Geheimnis
Von Rache zu Rache
Déjà vue ( schon einmal erlebt)
Mit der Hamas reden
Mitleid mit einem Waisenknabe
Mit Freunden wie diesen
Drei Finger,  keine Faust
Napoleon, "Made in Israel"
Wer braucht ein Kamel
Hauptsache keine Angst
Rattenfänger von Hameln
Der Fluch der Götter
Das Riesenfräulein
Abbas und die lahme Ente
Krieg ist Geisteshaltung
Salaam  oder Salami
Die Gladiatoren
Ein neuer Konsens
Juchas Nagel
Wer ermordet Arafat
Der grosse Knall
Teure Siedler
Das war der Tag
Was für ein Wunder
Das vorausgesagte Massaker
Die Stunde der Wahrheit
Orangfarbene Hemden marschieren
Ruhe ist Dreck
Krieg der Farben
Ariks Todesschau
Der Tag danach
Der Butzemann
Roter Hering
Vanunu - Das schreckliche Geheimnis
Sharons Haut und Bushs Flecken
Sich erinnern, woran und wie?
Der Star ging zum Raben
Bitterer Reis (2)
12 konventionelle Lügen
Ein Mann und sein Volk
Die Bedeutung , „irrelevant“ zu sein
Gott will es
Irreversibler psychischer Schaden
Film von Gibson - Arafat
Mit guten Vorsätzen gepflasterte Weg
Barghoutis Schreckengespenst
Wie geht es dir Gewaltlosigkeit?
Die 27 Piloten
Drei Generale, ein Märtyrer
Ein Offizier  im Gerichtshof
Erschießt nicht den Croupier!
Der Trennungsplan
Ein sehr einseitiger Krieg
Die Oligarchen
Dürre in Texas
Das Fell des Bären
Elitesoldaten.
Antisemitismus in Frankreich
Es gibt Richter in Den Haag
Gerechtigkeit Gas und Tränen
Der Dschinn in der Wahlurne
101 neue Thesen
80 Thesen für den Frieden
Der Alptraum wird wahr
Alle Eier in den Korb
Die Vergewaltigung Rafahs
Die  nächsten Kreuzzüge
Busharon: der Countdown.
Eine Nation? Was für eine Nation?
Leben (wie) in einer Seifenblase
Bushs Guru
Tommys Großmutter
Die hundert Tage von Abu Mazen
Naboth hat einen Weinberg.
Geh nach Gaza
Ein Finger nach dem andern
Ya’alons 70 Jungfrauen
Yeshayahu Leibowitz
Die Armee hat einen Staat
Auf den Weg zum Bürgerkrieg
Glaubt nicht ein einziges Wort!
Sharm-el Sheikh wieder da
Alles wegen einer Olive
Drei in einem Bett
Bestechung der Siedler
Dunum um Dunum
Richard Wagner  und das Mahnmal
Ein Mythos stirbt
Holocaust Gedenktag
Geschichte von Demonstrationen
Für wen läuten die Glocken
Die Tempelbergbomber
Danke, Dubby!
Eskimo in Banustan
Scharons Rede: entschlüsselt
Wer beneidet Abu Mazen
Vor der nächsten Katastróphe
Blairs Kranz
Der Berg und die Maus
Der Boß ist verückt geworden
Gedanken zum Film „Arnas Kinder“
Eine günstige Gelegenheit
Abu Mazen - „Gib mir Kredit!“
Wer ist der nächste?
Ich werde Arafat vermissen
Freu dich nicht
Unentschieden
King George

 

1967 – ein persönliches Zeugnis
Uri Avnery, Juni 2007

 

AM 25. MAI 1967, zwölf Tage vor dem Sechs-Tage-Krieg veröffentlichte ich in Haolam Hazeh, in dem von mir damals herausgegebenen  Nachrichtenmagazin, einen Artikel mit dem Titel „Nasser ist in eine Falle geraten“. Das klang verrückt, weil in jener Zeit ganz Israel vor Angst zitterte.

 

Ein paar Monate früher war ich zu einem Vortrag in einen Kibbuz im Norden eingeladen. Nach dem Vortrag war ich noch zu einer Tasse Kaffee mit ein paar Kibbuzniks eingeladen. Dort sagte mir mein Gastgeber im Vertrauen, dass der Chef  des nördlichen Kommandos, General David („Dado“) Elazar erst vor einer Woche  da gewesen sei. Im selben Raum hatte er denselben  vertrauenswürdigen Mitgliedern verraten: „Jede Nacht bete ich vor dem Schlafengehen, Nasser möge seine Truppen in der Sinaiwüste konzentrieren. Dort werden wir sie vernichten.“

 

Als Nasser Mitte Mai 1967 im Sinai  seine Truppen im Sinai konzentrierte, schien dies wie die Erhörung dieses Gebetes. Während jeder um mich herum vor Angst zitterte, blieb ich unbesorgt..

 

Diese Angst war  real. Es wurde viel über einen zweiten Holocaust geredet. Von Beginn der Krise an bis zum Kriegsanfang – drei Wochen lang -  wurde die Angst, von der Israel  gepackt worden war, von Tag zu Tag schlimmer. Die „Stimme des Donners“, die Radiostation Kairo, die in schlechtem Hebräisch Nachrichten verbreitete und bis dahin nicht ernst genommen worden war, äußerte nun grauenhafte Drohungen. Gamal Abd-al-Nasser selbst -  der sich in Wirklichkeit vor einem israelischen Angriff zu Tode fürchtete und überhaupt nicht daran dachte, anzugreifen. - glaubte, mit der Drohung, Israel ins Meer zu werfen,  er würde  uns  von der Idee  des Krieges abbringen. Sie hatte natürlich die entgegengesetzte Wirkung.

 

 

DIE REIHE von Ereignissen, die den Krieg unvermeidbar machten, ähneln in gewisser Hinsicht denen, die dem 1.Weltkrieg vorausgingen, dem Krieg, „den keiner wollte“.

 

Syrien unterstützte den palästinensischen Guerillakrieg Yasser Arafats an seiner Grenze. Israel reagierte mit scharfen Drohungen. Der Generalstabschef Yitzhak Rabin drohte öffentlich damit, Damaskus zu besetzen und das Regime zu stürzen. Die Syrer bekamen Angst und baten Ägypten um Beistand.

 

Kurz vor  Beginn der Krise bat mich der sowjetische Botschafter Chubakhin, ihn in seiner Botschaft in Ramat Gan zu besuchen. Er erzählte mir, dass Israel einen Angriff auf Syrien plante und schon seine Truppen an der Grenze  konzentrieren würde. Er sah dies als einen Teil eines großen US-Planes an, überall in dieser Region pro-amerikanische Regime  aufzubauen, was mit dem kürzlichen Staatsstreich der Offiziere in Griechenland (im April 1967) und den amerikanischen  Intrigen im Iran begonnen hatte. Der Botschafter wollte, dass ich meine Position als Mitglied der Knesset und als Herausgeber eines bekannten Magazins nutzte, um die israelische Öffentlichkeit zu warnen.

 

Ich fürchte, dass meine Antwort ziemlich zynisch war: „Wenn Sie so etwas fürchten, warum bitten Sie nicht Ihren Botschafter in Damaskus, dass Ihre syrischen Freunde mit den Guerilla-Angriffen auf Israel wenigstens  eine Zeitlang  aufhören. Warum unserer Regierung einen Vorwand für einen Krieg geben?“

 

Chubakhins Antwort verblüffte mich: „Glauben Sie, dass irgendjemand in Damaskus auf unsern Botschafter hört?“

 

Die Geschichte von Israels „Truppenmassierung an der Grenze“ war natürlich lächerlich. Ein Sowjetgeneral mag glauben, dass vor dem Start einer Offensive Truppen an der Grenze massiert werden müssen. Aber in dem winzigen Gebiet von Israel war das Konzentrieren von Militär unmöglich und überflüssig.

 

 

Mit der syrischen Forderung  um Unterstützung konfrontiert, und den sowjetischen Geschichten vom Massieren israelischer Truppen, sah Nasser eine Gelegenheit, seine Führungsrolle in der arabischen Welt zu  behaupten. Er sandte sein Militär  in den Sinai. Wenn er wirklich beabsichtigt hätte, einen Krieg zu beginnen, dann hätte er dies so geheim wie möglich gemacht. Aber seine Truppen  fuhren am  hellerlichtem Tage durch Kairo – dies ist ein Beweis dafür, dass er nur eine Show abziehen wollte.

 

Zufällig traf ich Ezer Weizman, der bis vor kurzem der Kommandeur der israelischen Luftwaffe war, bei einer Party. Er sagte mir, er wäre erstaunt gewesen. Der israelische Militärnachrichtendienst wäre vom ägyptischen Truppenaufmarsch im Sinai vollkommen überrascht gewesen. Sie waren davon überzeugt gewesen, dass die ganze ägyptische Armee im entfernten Yemen  stationiert wäre, wo Nasser in einem Bürgerkrieg intervenierte. Tatsächlich hatte die Fähigkeit der ägyptischen Luftwaffe, ihre Truppen dort zu versorgen, neidvolle Bewunderung bei Weizmann erregt.

 

Am 23. Mai verkündete Nasser (irreführend), er habe den Seeweg nach Eilat mit Minen gesperrt. Das war  für Israel ein Casus belli. Eilat ist Israels Tor nach Osten. Die freie Durchfahrt hat eine enorm emotionale Bedeutung weit über ihren tatsachlichen Wert hinaus. Ich erinnere mich, als ich damals von einer Knessetsitzung kam und meinen Kollegen der Neuen- Kraft-Partei-Führung sagte: „Der Krieg ist unvermeidlich,“ und noch hinzufügte: „Dieser Krieg wird alles verändern.“

 

Um seine Schritte zu dramatisieren, bat Nasser den UN-Generalsekretär U-Thant, die UN-Truppen zurückzuziehen – aber nur von einem bestimmten Abschnitt. (Diese Truppen waren seit dem Sinaikrieg 1956 dort an der Grenze stationiert).

 

U Thant, der die Situation völlig missdeutete zog alle seine Truppen zurück. Nun mit der Möglichkeit eines Präventivschlages konfrontiert und seiner eigenen Propaganda glaubend, Israel sei nur eine Marionette der USA, sandte Nasser seinen Botschafter in die USA, um sie dafür zu gewinnen, Israel zu stoppen. Die Israelis sahen in der Zwischenzeit die Bedrohung und glaubten, dass sie jeden Moment angegriffen werden könnten.

 

Ich kann etwas von der Stimmung bis in die höchsten Kreise bezeugen. Ein paar Tage vor dem Krieg zog mich Menachem Begin in der Knesset zur Seite. „Uri,“ sagte er  sehr erregt, „wir haben zwar verschiedene Meinungen, aber in einer existentiellen Krise haben wir doch dasselbe Ziel: Israel zu retten. Sie und Ihr Magazin haben großen Einfluss auf die jungen Leute. Bitte, benützen Sie  es, um ihre Moral zu stärken!“

 

In meiner letzten Rede vor der Knesset vor dem Krieg sagte ich: „ Genau in solch einer Stunde - kurz vor dem Ausbruch eines Krieges  - könnte ein großer israelischer Staatsmann die revolutionäre Initiative ergreifen und einen direkten Dialog  beginnen – vielleicht  geheim, vielleicht auch öffentlich und dramatisch, der zu einem grundlegenden Wechsel unserer Position in diesem Raum führen könnte.“

 

 

ZU DER allgemeinen Verzweifelung kam noch die Persönlichkeit Levy Eshkol, David Ben-Gurions Nachfolger als Ministerpräsident und Verteidigungsminister. Er schien  - zu Unrecht – ein stümperhafter, unentschlossener und inkompetenter Führer zu sein. Bei einer wichtigen Rede im Radio stolperte er über ein Wort, das im letzten Augenblick von einem seiner Berater eingesetzt worden war – er schien zu stottern.

 

Im Laufe dieser „Tage der Angst“, wie sie seitdem genannt wurden, stand Eshkol unter großem Druck. Prominente Generäle (unter ihnen auch Matti Peled, der später mein Freund im Friedenslager wurde,) gingen zu Eshkol, überreichten ihm so etwas wie ein Ultimatum und forderten einen sofortigen Angriff. Mit fast der ganzen männlichen Bevölkerung mobilisiert und an der Grenze wartend, war das normale Leben tatsächlich zu einem Stillstand gekommen. Das ganze Land hielt den Atem an.

 

 

ICH ERHIELT fast täglich Berichte darüber, was im Kabinett vor sich ging. Meine Quelle war Yigal Allon.

 

Allon, der frühere Kommandeur der Palmach (Haganah-Schocktruppen) und der Kommandeur der südlichen Front von 1948, war jetzt Arbeitsminister. Wir waren nach dem Krieg 1948  Freunde geworden. Als 1967 die Krise begann, entschied ich mich, eine temporäre Tageszeitung zu veröffentlichen, die „Daf“ (Seite) genannt wurde. Doch war keine Druckerei bereit und in der Lage, sie zu drucken, außer einer, die zu Allons Kibbuzbewegung gehörte.

 

Während der Krisis traf ich mich fast täglich mit Allon, um  darüber zu verhandeln. Bei diesen Gelegenheiten schüttete er mir sein Herz aus. Seine zweitrangige Position in der Regierung war für den Helden der Soldaten von 1948 frustrierend. Er  hoffte, ins Verteidigungsministerium zu kommen – die schlimmer werdende Krisis brachte die Gelegenheit.

 

Täglich wuchs fast wahrnehmbar die Forderung,  Eshkol möge sein Amt als Ministerpräsident abgeben oder wenigstens das Ministerium für Verteidigung  aufgeben. Anfangs wurden etliche Namen als Kandidaten für das Amt des Verteidigungsministers erwähnt. Allon war auf der Liste ziemlich weit oben. Andere zuverlässige Kandidaten waren der alte Ben Gurion, der  1948 agierende Generalstabschef General Yigal Yadin, der frühere Stellvertreter des Verteidigungsministers Shimon Peres und Moshe Dayan. 

 

Allon  war zuversichtlich, dass er das Amt erhalten würde, da er schon ein Mitglied der Regierung war und ein erfolgreicher General im Krieg. Von Tag zu Tag strahlte er mehr. In der israelischen Öffentlichkeit wurde die Liste immer kleiner, bis sich am Ende die Forderung  auf Moshe Dayan konzentrierte. Eine Gruppe Frauen ( die sofort den Spitznamen „die lustigen Weiber von Windsor“ erhielten.) demonstrierten für ihn vor dem Hauptbüro der Laborpartei .

 

Ende Mai, als ich Allon das nächste Mal sah, war er wie geschlagen.  Er hatte gerade gehört, dass Eshkol nachgegeben und Dayan ernannt hatte. Allon verachtete den berühmten General. Wie die meisten der Kommandeure von 1948 betrachteten sie Dayan als  schlechten Soldaten, unfähig, eine ordentliche Stabsarbeit zu leisten und durch und durch unverantwortlich. (Tatsächlich hörte ich einmal, wie Dayan sich seiner „Verantwortungslosigkeit“  rühmte.) 

 

Dayan hatte wenig Einfluss auf  den Kriegsplan, aber er hatte einen großen Einfluss auf die Moral der Soldaten – charismatisch und mit einem Ruf als waghalsiger, aggressiver Kommandeur, eine Art israelischer Rommel.

 

Die mobilisierten Reservetruppen, die nur warteten und weiter warteten, begrüßten seine Ernennung mit Begeisterung. Sie begriffen, dass das lange Warten fast zu Ende war.

 

 

ALS UNSERE Armee angriff, war es, als ob eine zu sehr angespannte Sprungfeder losgelassen worden war.

 

Am ersten Kriegstag nach einer parlamentarischen Notsitzung war ich im Luftschutzbunker der Knesset, während die jordanische Artillerie aus Ost-Jerusalem uns bombardierte, als mir ein Freund ins Ohr flüsterte: „Wir haben den Krieg schon gewonnen. Die Luftwaffe hat die ägyptischen Flugzeuge auf dem Boden zerstört.“

 

Diese Information wurde der Öffentlichkeit noch vorenthalten. Alle Berichte  über  unsere unglaublichen Siege wurden vom Zensor zurückgehalten, weil die Regierung fürchtete, wenn dies bekannt würde, dann würde die UN eine Feuerpause  verhängen, die die Armee jetzt nicht wollte. Also waren die Menschen der absurden Übertreibung der „Stimme des Donners“ aus Kairo ausgeliefert, nach der Tel Aviv brannte.

 

Viele der Gebiete wurden fast zufällig erobert. Es gab einen militärischen Plan für die Zerstörung der ägyptischen Truppen im Süden, aber es gab keine Pläne für einen umfassenden Krieg. Dayan war nicht nur gegen die Besetzung des Gazastreifens, sondern auch Ost-Jerusalems. Die Westbank wurde bei einer improvisierten Operation erobert, nachdem König Hussein unerwarteterweise das Feuer eröffnen ließ, um seine Solidarität mit Ägypten zu bekunden. Anfangs war Dayan  sogar gegen eine Operation gegen Syrien – aus Angst, die Sowjetunion könnte eingreifen. Deshalb gab es auch keinen Plan für die Zukunft der großen Bevölkerung in den besetzten Gebieten.

 

 

AM FÜNFTEN Tag des Krieges, kurz nachdem unsere Armee die Westbank und den Gazastreifen erobert hatte, schrieb ich einen offenen Brief an Levy Eshkol und schlug ihm vor, die historische Gelegenheit zu ergreifen und dem palästinensischen Volk  die Chance einzuräumen, einen eigenen Staat zu errichten. Ich hatte diesen Gedanken seit 1949 vertreten, aber ich war überzeugt, dass dieser Augenblick, in dem die ganze Region sich in einem Schockzustand befand, der richtige Zeitpunkt war, um mit den Palästinensern Frieden zu schließen, indem man ihnen ein historisches Angebot  macht.

 

Direkt nach dem Krieg lud mich Eshkol zu einem privaten Gespräch ein. Er hörte mir geduldig zu, während ich ihm meine Idee erklärte. „Uri, was für eine Art Geschäftsmann bist Du?“ sagte er mit mildem Lächeln, „Bei Verhandlungen beginnt man, indem man ein Minimum anbietet und das Maximum fordert. Nach und nach kommt man mit dem anderen zu einem Kompromiss, der sich irgendwo in der Mitte befindet. Was Du vorschlägst, ist  alles anzubieten, noch bevor die Verhandlungen überhaupt begonnen haben.“

 

„Das stimmt, wenn man ein Pferd verkauft,“ antwortete ich,  „Aber nicht, wenn man einen historischen Frieden erreichen will.“

 

Ganz im Gegensatz zu dem Eindruck, den er erweckte, war Eshkol in Wirklichkeit  ein zäher Bursche. Er verbarg dies hinter einem freundlichen Wesen, einem jiddischen Sinn für Humor und einer Ausdrucksweise, die die Stenographen der Knesset zur Verzweiflung brachte. Er hat sein ganzes Leben für den Bau von Siedlungen eingesetzt,  und nun konnte er eine große Ausdehnung des Landes sehen, die für neue Siedlungen verwendet werden könnten.

 

In den folgenden Monaten und Jahren hielt ich Dutzende von Reden in der Knesset  (abgesehen von den Artikeln in der Wochenzeitschrift Haolam Hazeh) und setzte mich für die Idee eines palästinensischen Staates in den neu besetzten Gebieten ein. In einer meiner Reden berichtete ich, ich hätte mit  allen prominenten Führern in der Westbank und im Gazastreifen gesprochen, einschließlich denen, die als „Anhänger Jordaniens“ bekannt waren. Sie vertrauten mir alle an, dass sie einen  eigenen palästinensischen Staat der jordanischen Herrschaft vorziehen würden. Sowohl Eshkol als auch Dayan  verleugneten das. Aber Eshkol sandte mir seinen Berater für die besetzten Gebiete, Moshe Sassoon, der mich privat über meine Informationen ausfragte. Am 13. August 1969 schrieb Sassoon einen Bericht an den Ministerpräsidenten (mit einer Kopie an mich), in dem er bestätigte, dass seine eigenen Informationen mit denen von mir übereinstimmten.

 

Zu meinem Erstaunen fand ich, dass ich in den oberen Rängen der Armee eine ganze Anzahl von Unterstützern hatte.

 

Generäle – so wird gesagt – bereiten sich immer auf den letzten Krieg vor. Sie sehen auch den letzten Frieden. 1956 hatten Präsident Eisenhower und die Führer der Sowjetunion Ben Gurion gezwungen, alle  im Sinai-Krieg eroberten Gebiete an Ägypten zurückzugeben. Nun erwartete man, dass dasselbe wieder geschehen würde. Mit dieser Möglichkeit konfrontiert, zogen viele Generäle den Gedanken eines demilitarisierten Palästinas neben Israel der Aussicht, dass die Gebiete Jordanien zurückgegeben werden, vor. Sonst würde ein viel größerer Staat entstehen, der dazu dienen könnte, die Armeen Jordaniens, Syriens, des Irak und Saudi Arabien als  Aufmarschgelände zu dienen. Bei öffentlichen Meinungsumfragen erreichte der Gedanke eines palästinensischen Staates neben Israel  erstaunliche 37%.

 

Diese Phase verging sehr schnell. Die USA, die am Vorabend des Krieges unsere Regierung im Geheimen informiert hatten, dass sie nicht gegen einen Angriff unsrerseits wären, taten nun nichts, Israel zu zwingen, alles zurück zu geben. Nach und nach wurde der israelischen Führung bewusst, dass es keinen internationalen Druck gibt, etwas zurückzugeben. Dazu kamen die „drei Neins“, die im September 1967 beim Gipfel der gedemütigten arabischen Führer in Khartum („Kein Frieden, keine Anerkennung und keine Verhandlungen“) angenommen wurden – sie spielten in die Hände israelischer Annexionisten.

 

Gruppen aus der Kibbuzbewegung schwärmten schon  in die Westbank und sahen nach geeigneten Örtlichkeiten. Man fand sie im Jordantal – flach, für Traktoren geeignet und vom Fluss her zu bewässern. Unmittelbar nach dem Krieg wurde eine große Anzahl von Flüchtlingen von 1948 aus dem riesigen  Flüchtlingslager bei Jericho, nahe dem Jordan, vertrieben. Das Siedlungsunternehmen, das die Landkarte vollkommen veränderte, war auf dem Weg.

 

 

FAST AUTOMATISCH wurden Aktionen ethnischer Säuberung ausgeführt. Es wurde niemals in Erfahrung gebracht, wer die Befehle gegeben hat. Sie wurden mündlich weitergegeben. Über allen schwebte der Geist Moshe Dayans.

 

Direkt nach den Kämpfen kam der Schriftsteller Amos Kenan zu mir. Er befand sich in einem Schockzustand und erzählte mir, dass er gerade Zeuge geworden war, wie Tausende von Bewohnern der drei Dörfer im Raum Latrun  vertrieben worden waren. Ich bat ihn, sich hinzusetzen und  einen Bericht  über das zu schreiben, was er gesehen hatte. Es war ein erschreckendes Dokument. Ich fuhr gleich danach zum Dorf Imwas (vielleicht der biblische Ort Emmaus) und sah, wie Bulldozer ein Haus nach dem anderen einebneten. Als ich versuchte, Photos zu machen, trieben  mich die Soldaten weg.

 

Von dort eilte ich zur Knesset und verteilte an mehrere Minister Kopien des Berichtes  - auch an Begin und die Mapan-Minister und die Assistenten des Ministerpräsidenten. Es half nichts. Die Arbeit wurde abgeschlossen, bevor jemand intervenieren konnte. Heute steht in dieser Gegend der Kanadapark.

 

In jener Zeit glaubte noch jeder, Israel würde gezwungen werden, die eroberten Gebiete zurückzugeben. Die Dörfer bei Latrun lagen in einer Art Ausbuchtung der Grünen Linie und  beherrschten die Hauptstraße zwischen Tel Aviv und Jerusalem. Aus diesem Grund hatte jemand entschieden, eine vollendete Tatsache zu schaffen, die den Druck nehmen würde, dieses Gebiet zurückzugeben .

 

Fast zur gleichen Zeit wurde mir berichtet, dass  die Armee damit begonnen hat, die Stadt Kalkilia zu zerstören. Aus der Nähe dieser Stadt hatte jordanische Artillerie versucht, Tel Aviv zu beschießen – es liegt nur etwa 25km entfernt. Ich eilte dorthin und sah wie ein Stadtteil schon fast vollkommen zerstört worden war. Wieder ging ich zur Knesset, um  den Ministerpräsidenten und die andern Minister dahin zu bringen, zu intervenieren. Tatsächlich wurde die Zerstörung gestoppt und die schon zerstörten Häuser wieder aufgebaut. Ich weiß nicht, welch genaue Rolle meine Intervention hier gespielt hat. Aber seitdem habe ich  jedes Mal, wenn ich den Ort passiere, ein Gefühl der Befriedigung. (Auch wenn Kalkilia jetzt durch die monströse Mauer abgeschnitten ist).

 

Bald danach kam ein Soldat  - einem Nervenzusammenbruch nahe -  in mein Büro. Er erzählte mir, dass jede Nacht Flüchtlinge versuchen würden, den Jordan zu überqueren, um nach Hause zurückzukehren. Es war befohlen worden, jeden auf der Stelle zu töten, auch Frauen und Kinder. Ich schrieb einen langen Brief an den Generalstabschef Yitzhak Rabin und erhielt eine Antwort von seinem Bürochef Shmuel Gal, der vom 29. Oktober 1967 datiert ist. Darin steht, dass die Armee diese Sache untersuchen würde und „daraus die Schlussfolgerung ziehen würde, die daraus gezogen werden müsse“. So viel ich weiß, haben die systematischen Massaker daraufhin aufgehört.

 

(Vor ein paar Tagen traf ich diesen Soldaten wieder. Er spielte auf der Straße Flöte.)

 

 

AM ERSTEN Tag des Kampfes war  es ein Verteidigungskrieg. Dayan erklärte, dass wir nicht die Absicht hatten, Land zu erobern. Fast alle Israelis dachten auch so. Ein Tag, nachdem der Kampf vorüber war, war er zu einem Krieg der Expansion und der Annektierung geworden. Die Öffentlichkeit war vollkommen berauscht von der biblischen Landschaft, der Flut von „Siegesalben“, den neuen patriotischen Liedern und den messianischen Slogans. Die Eshkol-Regierung hatte zwar zunächst offiziell beschlossen, über die Rückgabe der Gebiete zu verhandeln, vergaß das aber, als ihr klar wurde, dass dies nicht nötig sei.

 

In einem Artikel bald danach erzählte ich eine Geschichte, wie man Affen fängt. Man befestigt eine Flasche am Ast eines Baumes und legt eine Frucht hinein. Der Affe wird seine Hand in die Flasche strecken, die Frucht nehmen und nun die Hand wieder rausziehen wollen – doch seine Faust mit der Frucht ist zu dick. Auf diese Weise ist er gefangen. Er könnte natürlich jeden Augenblick frei kommen, wenn er die Frucht los lassen würde. Aber da er gierig nach der Frucht ist, ist er nicht in der Lage, dies zu tun. Solange wir gierig an den besetzten Gebieten festhalten,  sind wir in der selben Weise  Geiseln unserer Gier.

 

Nach dem Krieg sah Professor Yeshayahu (Jesaja) Leibowitz, ein orthodoxer Jude, voraus, dass die Besatzung uns korrupt machen und uns in ein Volk von „Geheimdienstagenten und Manager für ausländische Arbeiter machen wird“.  (Ich nannte ihn „Prophet Jesaja III., was ihn wütend machte. Er sagte, dass ein Prophet die Worte Gottes ausspricht, während er nur die Sprache der Logik sprechen würde.

 

 

IN DER RÜCKSCHAU sieht es so aus, als  wäre das ganze Szenarium das Werk eines genialen Direktors – die Angst, das Crescendo der Furcht, der wunderbare Sieg. Dies trägt zur Erklärung  dessen bei, was später geschehen ist.

 

In der Legende von Faust zahlt Mephisto für die Seele des gelehrten Doktors mit jeder  vorstellbaren Art von Vergnügen. So etwas Ähnliches ist uns im Juni 1967 geschehen. Die Reihe von Geschehnissen, die  schienen, als ob sie von einem höheren Wesen dirigiert worden waren, sahen aus wie Versuchungen, die uns absichtlich vor die Füße gelegt worden waren, um uns zu testen. Was wie eine Gabe Gottes aussah, war tatsächlich eine Versuchung des Satans, ein Versuch, unsere Seele zu kaufen.

 

War es ihm gelungen? Hat Israel seine Seele verloren?

 

Ich hoffe nicht. Ich hoffe, dass der Rausch nun endlich von uns weicht. Viele Dinge, die in der vergangenen Woche gesagt und geschrieben wurden, weisen darauf hin.

 

Vierzig Jahre nach dem Geschehen ist die Frage aber  noch immer offen.

 

(Teile davon wurden im amerikanisch-jüdischen Magazin Tikkun veröffentlicht)

 

(dt. Ellen Rohlfs, vom Verfasser autorisiert)

 

 

 

 

 

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