o

Das Palästina Portal

Täglich neu - Nachrichten aus dem, über das besetzte Palästina - Information statt Propaganda

 Kurznachrichten  -  Archiv  -  Themen  -  Linksammlung -   Facebook  -  Veranstaltungen  - Sponsern Sie  - Suchen


Uri Shani
 

Die Vertreibung der Palästinenser

Palästina und Israel “… zwischen 80 und 100 Araber wurden ermordet. Um die Kinder zu ermorden, wurden die Schädel mit Stöcken durchbohrt. Es blieb kein Haus ohne Todesopfer übrig. Männer und Frauen wurden in Häuser gesperrt, ohne Ernährung und ohne Wasser, und dann kamen die Spezialisten, die die Häuser sprengten. Ein Offizier befahl einem Soldat, zwei Frauen in ein Haus zu sperren, das anschliessend gesprengt wurde. Ein Soldat prahlte damit, dass er eine arabische Frau vergewaltigte, bevor er sie erschoss. Eine andere arabische Frau wurde gezwungen, den Ort während einiger Tage zu reinigen, bevor sie zusammen mit ihrem Baby, das nur ein paar Tage alt war, erschossen wurde. Ein Offizier, der als gebildet und als “ein gutter Kerl” galt, wurde zum Befehlhaber des ganzen Morderns, und dies geschah nicht in der Hitze des Gefechtes, sondern als System von Deportation und Völkermord: je kleiner die Zahl der Araber, des besser.”


Dies ist die Zeugenaussage eines israelischen Soldaten, der am Massaker von Al-Duahima, am 29.10.48, also am Ende des Krieges, beteiligt war, zitiert nach “Davar” vom 9.6.1979.


Schon immer, das heisst seit über hundert Jahren, versuchte der Zionismus das Land araberrein zu machen, aber meistens dadurch, dass den Leuten die Hölle gemacht wurde.


Der Palästinensische Ökonomierat für Entwicklung und Wiederaufbau (Pecdar) schätzt eine Quote von 31 Prozent Arbeitslosen im Westjordanland und sogar 50 Prozent im Gazastreifen, dessen hochgesicherte Grenzübergänge sich nicht trickreich umgehen lassen.

Ain Arik ist eines der insgesamt 150 Dörfer in Cisjordanien, in denen nach Angaben der israelischen Menschenrechtsorganisation Btselem rund 220 000 Personen ohne fliessendes Wasser leben … In normalen Zeiten stehen ihnen durchschnittlich 50 bis 70 Liter Wasser täglich für den häuslichen Gebrauch zur Verfügung. Im hoffnungslos übervölkerten Gazastreifen hat jahrelange Übernutzung zudem den Salzgehalt des Grundwassers dramatisch in die Höhe getrieben. Als Folge davon haben Leber- und Nierenschäden in der Bevölkerung stark zugenommen. In Israel liegt der Verbrauch dagegen mit durchschnittlich weit über 200 Litern pro Tag auf mitteleuropäischem Niveau. … Zwar haben die bisherigen Abkommen zwischen Israel und der palästinensischen Autonomiebehörde die Gewinnung von zusätzlich insgesamt 20 Millionen Kubikmetern Wasser pro Jahr erlaubt. Doch wegen behördlicher Einschränkungen konnten die Palästinenser trotz ausländischer Hilfe bis heute erst die Hälfte dieses Potenzials überhaupt nutzen. …

Und dazu kommt natürlich der Krieg. Hierzu – als kleines Beispiel:

Die versteckte Wirklichkeit (http://www.uni-kassel.de/fb10/frieden/regionen/Palaestina/naser.html)



All dies führt dazu, dass mehr und mehr PalästinenserInnen auswandern oder auch nur auswandern möchten. Auf die Frage:

Welches Problem ist für die jungen Palästinenser am dringlichsten? antwortet Prof. Mussah Darwish, PR-Direktor der Universität Bethlehem folgendes:

Die Auswanderung. Die Menschen finden hier keine Arbeit und wandern aus. Oder sie arbeiten als Schwarzarbeiter in der Landwirtschaft oder als Handwerker. Wir versuchen die jungen Menschen in den Bereichen Kunst, Wissenschaft, Wirtschaft und im Hotelfach auszubilden, damit sie hier Arbeit finden können. Wir wollen alles tun, damit Palästina und Jerusalem sich nicht entleeren. Jerusalem währe nicht Jerusalem ohne Christen: sie waren bereits vor den Israelis und vor den Muslimen dort. Gott sei Dank ist nur ein kleiner Prozentsatz unserer Studenten nach dem Abschluß der Universität gezwungen in andere arabische Länder oder nach Europa auszuwandern. (Quelle: http://home.t-online.de/home/Bernhard.Hesse/Mussah_Darwish/mussah_darwish.html )



Vier Artikel zum Thema:

http://www.uni-kassel.de/fb10/frieden/regionen/Palaestina/awwad.html

Awwad schreibt über die skandalöse Organisation “Hamotzi” (es gibt in Amerika verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen mit diesem Namen), die PalästinenserInnen “hilft”, das Land zu verlassen. Fälschlicherweise glaubt Awwad offensichtlich, dass die Organisation nicht partei-politisch sei. Aber hier kann man/frau nachlesen, dass die Organisation ganz offensichtlich zu “Moledet” gehört.

Die Jordanier mögen die palästinensiche Auswanderung über Jordanien nicht. Zu viele könnten dort hängenbleiben. Die Lage wurde so prekär, dass ab Juni letzten Jahres (2001) die Grenze geschlossen wurde, und nur PalästinenserInnen mit Eingangserlaubnis über die Jordanbrücke kommen.

(Quelle: www.migrationint.com.au/news/australia/jul_2001-19mn.html )

Ein aktuelles Beispiel der letzten Wochen ist das Dorf Yanun. Wer die Geschichte verpasst hat, kann bei den folgenden links nachschauen:

http://derstandard.at/?id=1117900

http://www.friedensforum-duisburg.de/gushshalom/gs021025-4.htm

http://www.friedensforum-duisburg.de/gushshalom/gs021019.htm



http://www.indymedia.org.il/imc/israel/webcast/40070.html (hebräisch)

http://www.hagada.org.il/hagada/html/modules.php?name=News&file=article&sid=226 (hebräisch)

http://images.maariv.co.il/cache/ART365921.html (hebräisch)




Aber heute geht es nicht mehr “nur” um Massenexodus



Es geht nicht mehr um Druckausübung, sondern um Deportation. Auch dieses Mittel scheute der Zionismus nicht. Das berühmteste Beispiel dafür ist das Jahr 1948. Aber wer mit der arabischen Deportation begann, waren die Briten in den zwanziger Jahren, die Fallahen vertrieben, die auf Ländern lebten und arbeiteten, die der KKL kaufte. Bis 1948 wurden so 60-70 Dörfer entleert und zerstört . (Kanaana) Weitere 20 Dörfer während der 50er Jahre, und dann natürlich die Masse der Flüchtlinge von 1967, die zum Teil Flüchtlinge zum zweiten Mal wurden.

Es ist heute allen klar, dass der Ausgang des Krieges von 1967 nicht ein Wunder war, sondern der Beginn einer Katastrophe. Jedenfalls nicht, was das Westjordanland und der Gazastreifen anbelangt, denn auf den Golanhöhen wurde das Problem wie vorher 1948 gelöst. Die einen meinen, um die Katastrophe zu stoppen, müsse angewendet werden, was schon 1948 einigermassen glücklich ausprobiert wurde. Mit den gleichen Argumenten wie im Jahre 1948:

· Nach der Besatzung darf keine “feindselige” Bevölkerung oder “potentiell feindselige” Bevölkerung im neu besetzten Gebiet bleiben.

· Manchmal muss ein Dorf oder eine Dorfgruppe “eingeweicht” werden (d.h. Deportation und/oder Zerstörung), und zwar aus militärischen Gründen.

· Manchmal muss kaltblütig getötet werden, und die Überlebenden vertrieben, und dies als Antwort auf Widerstand.

· Zu guter Letzt wird es ein gemeinsames Interesse beider Seiten sein, dass arabische Bevölkerung in “arabisches Gebiet” überführt werde (sprich: Jordanien).



Diese Argumentation stammt übrigens von Benni Morris, der einmal als “Linker” galt, aber auch er meint, dass der Nahe Osten besser aussehen würde, wenn 1967 gehandelt worden wäre wie 1948.

Die Anderen meinen, die Katastrophe sei aufzuhalten, indem die Okkupation rückgängig gemacht werde. Konsequenterweise weisen diese die Frage zurück: “An wen zurückgeben?”


Zwischen diesen zwei Lösungen gibt es keine dritte. Die erste macht inzwischen prächtige Fortschritte:


Die Deportation wird schon ausprobiert: aus Israel in die besetzten Gebiete, durch die Politik des Innenministeriums, vom Westjordanland nach Gaza usw. (Israel Begins Palestinian Expulsion Policy: http://abclocal.go.com/wpvi/news/9402_israel.html , http://www.znet.karlssonkarlsson.de/article/article.php?id=382 )


Die Warnungen sind überall nachzulesen:


http://friendvill2.homestead.com/GeDassharon0302.html

tanja reinhart:
http://www.jungewelt.de/2002/01-09/010.php


Shraga Elam:

The IOF's October maneuver described in the enclosed y-net report (http://www.ynet.co.il/articles/0,7340,L-2168893,00.html) indicates the most likely scenario for the Israeli army:

A Palestinian village 'abandoned' by its citizens and only armed fighters ('terrorists') remain.

Why the village will be 'abandoned'?

The example of Jenin showed that many civilians didn't 'left'. So it means that they will have to be forced to leave 'somehow'.



Und so sieht die Massendeportation in den Augen des israelischen Prof. Martin van Creveld aus:

'First, the country's three ultra-modern submarines would take up firing positions out at sea. Borders would be closed, a news blackout imposed, and all foreign journalists rounded up and confined to a hotel as guests of the Government.
A force of 12 divisions, 11 of them armoured, plus various territorial units suitable for occupation duties, would be deployed: five against Egypt, three against Syria, and one opposite Lebanon. This would leave three to face east as well as enough forces to put a tank inside every Arab-Israeli village just in case their populations get any funny ideas.
The expulsion of the Palestinians would require only a few brigades. They would not drag people out of their houses but use heavy artillery to drive them out; the damage caused to Jenin would look like a pinprick in comparison.' (Sunday Telegraph, Sharon's plan is to drive Palestinians across the Jordan , 28/04/2002 http://www.telegraph.co.uk/news/main.jhtml?xml=%2Fnews%2F2002%2F04%2F28%2Fwpal28.xml )



Dieser Plan ist einigermassen einfach und fordert, dank dem gewaltigen militärischen Einsatz, wenig Verluste auf seiten des Militärs.

Und trotzdem: Um dieses Programm durchzuführen, braucht es immer noch eine kleine Anstrengung, um die Betäubung der israelischen (und internationalen) Öffentlichkeit zu Ende zu bringen.

Ein Teil macht die Bibel:

Du wirst alle Völker vertilgen, die der Herr, dein Gott, dir geben wird. Du sollst sie nicht schonen und ihren Göttern nicht dienen; denn das würde dir zum Fallstrick werden. Wirst du aber in deinem Herzen sagen: Diese Völker sind grösser als ich. Wie kann ich sie vertreiben? so fürchte dich nicht vor ihnen.

Denke daran, was der Herr, dein Gott, dem Pharao und allen Ägyptern getan hat durch grosse Machtproben, die du mit eigenen Augen gesehen hast, und durch Zeichen und Wunder, durch mächtige Hand und ausgereckten Arm, womit dich der Herr, dein Gott, herausführte. So wird der Herr, dein Gott, allen Völkern tun, vor denen du dich fürchtest.

Dazu wird der Herr, dein Gott, Wespen unter sie senden, bis umgebracht sein wird, was übrig ist und sich verbirgt vor dir. Lass dir nicht grauen vor ihnen, denn der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, der grosse und schreckliche Gott. Er, der Herr, dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln nacheinander. Du kannst sie nicht auf einmal vertilgen, damit sich nicht die wilden Tiere wider dich vermehren. Der Herr, dein Gott, wird sie vor dir dahingeben und wird eine grosse Verwirrung über sie bringen, bis er sie vertilgt hat. Und er wird ihre Könige in deine Hände geben, und du sollst ihren Namen auslöschen unter dem Himmel. Es wird dir niemand widerstehen, bis du sie vertilgt hast.

(5. Buch Mose, 7. Kapitel, Verse 16-24)



Dass Gott verspricht, alle Völker zu vernichten, die seinem auserkorenen Volke im Wege stehen, ist ein Leitmotiv der Torah. Im 5. Buch Mose, 11. Kapitel, Verse 22 - 25, heisst es:

Denn wenn ihr diese Gebote alle halten werdet, die ich euch gebiete, und danach tut, dass ihr den Herr, euren Gott, liebet und wandelt in allen seinen Wegen und ihm anhanget, so wird der Herr alle diese Völker vor euch her vertreiben, dass ihr grössere und stärkere Völker beerbt, als ihr es seid. Alles Land, darauf eure Fusssohle tritt, soll euer sein; von der Wüste bis an den Berg Libanon und von dem Strom Euphrat bis ans Meer im Westen soll euer Gebiet sein. Niemand wird euch widerstehen könen, Furcht und Schrecken vor euch wird der Herr über alles Land kommen lassen, das ihr betretet, wie er euch zugesagt hat.

Immer noch im 5. Buch Mose (Kapitel 20, Verse 10-17) ermahnt Gott sein auserwähltes Volk, jene Völkerschaften zu versklaven, die um Frieden ersuchen, und all jene zu töten, die Widerstand leisten:

Wenn du vor eine Stadt ziehst, um gegen sie zu kämpfen, so sollst du ihr zuerst den Frieden anbieten. Antwortet sie friedlich und tut dir ihre Tore auf, so soll das ganze Volk, das darin gefunden wird, dir fronpflichtig sein und dir dienen. Will sie aber nicht Frieden machen mit dir, sondern mit dir Krieg führen, so belagere sie. Und wenn sie der Herr, dein Gott, dir in die Hand gibt, so sollst du alles, was männlich darin ist, mit der Schärfe des Schwerts erschlagen. Nur die Frauen, die Kinder und das Vieh und alles, was in der Stadt ist, und alle Beute sollst du unter dir austeilen und sollst essen von der Beute deiner Feinde, die dir der Herr, dein Gott, gegeben hat!

So sollst du mit allen Städten tun, die sehr fern von dir liegen und nicht zu den Städten dieser Völker hier gehören. Aber in den Städten dieser Völker hier, die dir der Herr, dein Gott, zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat, sondern sollst an ihnen den Bann vollstrecken, nämlich an den Hetitern, Amoritern, Kanaanitern, Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, wie dier der Herr, dein Gott, geboten hat!

Die Bedeutung der Bibel nicht nur für religiöse Menschen, sondern auch für Jugendliche aus traditionellen und sogar nicht-religiösen Familien sollte nicht unterschätzt werden. Der Zionismus war einmal eine laizistische Antwort auf das Judentum. Spätestens seit 1967 hat er aber keinerlei Existentberechtigung mehr ohne die Bibel, und insbesondere ohne diese Passagen.

Die moralische Standhaftigkeit der Israeli gleicht heute der eines Wahlplakates. Ausser Inzest und noch ein paar andere nicht sehr schöne Dinge ist etwa alles erlaubt. Frag Dich mal in Israel herum, wer die zehn Gebote kennt! Und übrigens: die zehn Gebote stammen aus der Bibel.

Die Israelis sind moralisch eingeschläfert, sie haben keine Ahnung, wie es den PalästinenserInnen geht, sicher nicht mehr als die Deutschen oder die Schweizer, die Medien verbreiten nichts als Lügen und Halbwahrheiten und ausgeschnittene Bilder.

Deshalb ist es auch immer mehr Mode, zu sagen: “Wenn es o.k. ist, Juden neu anzusiedeln, wie die Linken von Meretz es wollen, das ist es auch o.k., Araber neu anzusiedeln.” (z. B. – hebräisch - http://jpeled.bravepages.com/hebrewpages/Articles/0502/32TheRight290502.html )

“Die Einsamkeit der Schweigenden ist das Gegenstück zur Einsamkeit all jener, die über die Besetzung und den Vandalismus reden. Sie schämen sich für ihr Volk, wenn sie erzählen, wie israelische Soldaten Moscheen und Arztpraxen mit ihrem Kot beschmutzen. Wie Soldaten Krankenakten vernichten, Behörden verwüsten und Wohnungen demolieren, nach dem Motto: demütige und vertreibe. Methoden wie in Tschetschenien, kommentiert eine Russin lakonisch.” (quelle: http://www.taz.de/pt/2002/07/12.nf/mondeText.artikel,a0027.idx,2 )

Ein wichtiger Artikel in diesem Zusammenhang ist der von Baruch Kimmerling:


Der Politizid des palästinensischen Volkes :
http://www.friedensforum-duisburg.de/gushshalom/020617-2.htm


Mehr als 100 israelische AkademikerInnen erkennen die akute Gefahr und haben eine Petition unterschrieben, die in The Guardian am Samstag, dem 28. September 2002 erschienen ist:


http://www.uni-kassel.de/fb10/frieden/regionen/Israel/wissenschaftler.html

Dazu ein Interview mit yakov katriel, einem der UnterzeichnerInnen:

http://www.bueso.de/seiten/aktuell/26-06-02.htm


Auch in Amerika sind noch nicht alle eingeschlafen:

http://www.bueso.de/seiten/larouche/lyn0204.htm

http://www.bueso.de/seiten/larouche/lyn0124.htm

www.bueso.de/seiten/aktuell/26-06-02.htm



Zu guter Letzt: ein Interview mit Irit Katriel (http://www.jungewelt.de/2002/10-02/017.php) und eine Antwort darauf: http://www.jungle-world.com/_2002/43/17b.htm

Ach, du schöne heile Welt!! Ach wie gut, dass niemand weiss, dass die Deportation eigentlich schon offizielle Politik ist:

In einer offiziellen Webseite des Erziehungsministeriums heisst es: gerush haya mitkabel ra ba'olam “Deportation würde in der Welt schlecht ankommen.” Was nichts anderes heisst als:

“Wie lange können wir uns noch darum kümmern, was die Welt denkt??!!! Deportation ist richtig, und uns platzt langsam der Kragen !!!!”




Warum auch gutgesinnte Liberale oder Linke die Gefahr nicht sehen? Weil sie ganz genau wissen, dass sie im Ernstfall die Kraft nicht aufbringen werden, die Katastrophe zu verhindern. Siehe dazu:



Werdet iht einfach beiseitesteh’n? (http://www.znet.karlssonkarlsson.de/article/article.php?id=318)



Auch Arafat macht eigentlich alles, um diese Schreckensvision zu verwirklichen. Schon einmal hat er es geschafft, zusammen mit –zigTausenden von Sharon vertrieben zu warden (1982). Wenn wir es nicht verhindern, schafft er es wieder.



Mit zwei Thesen müssen wir uns hier auseinandersetzen:

1. Richtig: Der Zionismus ist eine verbrecherische Ideologie, und die Zionisten sind eine Verbechermafia. Aber wenn die PalästinenserInnen es nicht schaffen, ihre Deportation zu stoppen, heisst das, das der palästinensische Widerstand nicht stark genug ist, dass die PalästinenserInnen als Einzelne nicht stark genug sind, und dass die palästinensische Führung das Volk im Stich lässt.

2. Das Leben in den besetzten Gebieten ist nicht mehr auszuhalten, die Unterdrückung ist so unmenschlich geworden, dass es unmenschlich wäre, von den Menschen zu verlangen, dies noch länger auszuhalten. Das Exil ist die bessere Alternative, und in ein paar Jahren oder Jahrzehnten wird alles vorbei sein. Oder die Neuansiedlung wird zur neuen Heimat.



Beide Thesen sind sehr verschieden und haben vor allem zweierlei gemeinsam: 1. Resignation, 2. die Israeli sind hoffnungslos verloren.



Wenn die Deportation also nicht mehr aufzuhalten ist, wer ist schuld daran?

Warum diese Frage? Sie interessiert mich nicht!!

O.k., andere Frage: Ist die Deportation vielleicht die weniger schlechte Lösung? Jehuda Bauer: “So eine Lösung ist nicht möglich ohne Massenmord.” (http://www.7th-day.co.il/mehumot/zehirut.htm - hebräisch - ein guter Artikel!)



Ich weiss aber leider, dass das den meisten Leuten egal ist.

Aber eines ist sicher: Für Israel ist die Deportation schon heute eine Katastrophe, und das ist vielleicht nicht allen egal.

Das Projekt “Nemashim”  |  Vita von Uri Shani  |  Kultur und Opposition  |  Die Vertreibung der Palästinenser  |  Weiteres

 

Start | oben

Mail           Impressum           Haftungsausschluss           KONTAKT      Datenschutzerklärung          arendt art